Archiv der Kategorie 'Termine'

1. Mai Frankfurt – nazifrei

Die NPD hat für den 1. Mai eine Kundgebung vor der Europäischen Zentralbank am Willy-Brand Platz angemeldet, die mittlerweile vom Verwaltungsgericht an den Ostbahnhof verlegt wurde. So will die NPDmit ihrer völkischen, rassistischen und antisemitischen Propaganda in den aktuellen Krisenprotesten Anschluss finden.
Wir haben uns im Antifaschistischen Tatschlag Rhein/Main organisiert, um dies in einem breiten Bündnis gemeinsam zu verhindern.

Letzte Infos für Leute aus Darmstadt, die sich daran beteiligen wollen, wird es am Montag, dem 29. April um 20.00h in der Oetinger Villa nach der Vokü geben.

Dazu wurde sich auf diese Arbeitsgrundlage und Zielsetzung geeinigt:

– Eine effektive Verhinderung der Nazikundgebung.
– Eine breitestmögliche Mobilisierung.
– Dabei gibt es von uns keinerlei Zusammenarbeit mit den staatlichen Sicherheitsbehörden.

Für unsere Blockaden am ersten Mai haben wir uns auf diesen Aktionskonsens geeinigt:

Unser Ziel ist es, den Naziaufmarsch in Frankfurt am 1. Mai 2013 zu verhindern! Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns dieses Ziel teilen. Dazu sind verschiedene Aktionsformen notwendig. Wir leisten zivilen Ungehorsam gegen den Naziaufmarsch. Unsere Massenblockaden sind Menschenblockaden. Von uns geht dabei keine Eskalation aus.

Am 26.04. hat das Verwaltungsgericht Frankfurt der NPD eine Kundgebung in der Ferdinand-Happ-Straße nahe dem Ostbahnhof genehmigt.

Mit dem Urteil gab das Gericht dem Eilantrag der NPD teilweise statt. Eine Kundgebung in der Innenstadt wurde aus Sicherheitsgründen und wegen anderer Veranstaltungen (Radrennen, DGB-Demonstration) nicht genehmigt.

Aktueller rechtlicher Stand ist demnach, dass die Nazi-Kundgebung erlaubt ist. Der Rechtsweg ist allerdings noch offen, es kann also von beiden Seiten (Stadt und Nazis) gegen das Urteil geklagt werden. Die nächste juristische Instanz wäre dann der hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel.

Über den weiteren Verlauf und die Konsequenzen für Blockadepunkte etc. solltet ihr euch weiterhin regelmäßig informieren. Demnächst werden die Sammelorte für die verschiedenen Blockadepunkte veröffentlicht. Von dort aus wird am 1. Mai gemeinsam und entschlossen unser Ziel verfolgen, die Nazis zu blockieren.

Aktueller Info-Übersicht:

Zugtreffpunkt für Darmstadt: 8.15 Hauptbahnhof

Ein erster antifaschistischer Sammelpunkt steht bereits fest: Wir treffen uns bis 9h am DGB-Jugendclub (nahe Hauptbahnhof). Als weitere Anlaufstellen dienen auch die Infopoints.

Über Infotelefon (01573-5335383/ab 8.00h auch für Sanis) und Twitter (@FfmNazifrei) könnt ihr euch den Tag über auf dem Laufenden halten. Der Ermittlungsausschuss (0160-95657426/ab 7.00h) ist den Tag über erreichbar.

Über die Schlafplatzbörse vermitteln wir euch Pennplätze in der Stadt.

Für allerletzte Infos kommt am 30.04. ab 19h ins Exzess, Leipziger Straße 91

Website: http://www.frankfurt-nazifrei.de/

Außerdem wird es unter dem Motto : „Stürmische Zeiten“ nach Abschluß der Anti-Nazi-Blockaden eine sozialrevolutionäre 1. Mai Demo geben.
http://stuermischezeiten.blogsport.eu/

Darmstadt: Solidemo mit Anarchist_innen und Hausbesetzer_innen in Griechenland

Die Lebenssituation vieler Menschen in Griechenland ist dramatisch: Eine hohe Arbeitslosigkeit, massive Sparmaßnahmen, Kürzung der Renten, Zwangsräumungen und die Privatisierung wichtiger Infrastruktur. Das Sozial- sowie Gesundheitssystem ist zusammengebrochen, viele Menschen können sich nichts mehr zu essen kaufen, geschweige denn wichtige Medikamente.

Soziale Zentren, Häuser die lange leer standen, wurden teilweise über 20 Jahre besetzt und stellen in der Krise einen immer wichtigeren Anlaufpunkt für viele Menschen dar. Mithilfe von Umsonstläden, Küchen für alle und teilweise auch Schlafplätzen helfen sich die Menschen gegenseitig. Von den Häusern gingen auch immer wieder Aktionen für eine freie, solidarische Welt aus. Nicht zuletzt stellen diese linken, antiautoritären Strukturen einen Schutzraum gegen alle, die von der faschistischen und offen neonazistischen Partei „Chrysi Avgi“ (Goldene Morgenröte) verfolgt werden. Diese bekam bei der letzten Wahl knapp 7% der Stimmen. Ihre Anhänger_innen attackieren und ermorden Antifaschist_innen, politische Gegner_innen und (vermeintliche) Migrant_innen.

Während der Staat dieses Problem ignoriert, oder, wie oftmals die Polizei, diese Hetzjagden nicht nur zulässt, sondern die Faschisten sogar unterstützt, wird gegen die anarchistische und antifaschistische Bewegung mit äußerster Repression vorgegangen.

Im Dezember gab eine Razzia in der „University of Economics and Business (ASOEE)“ bei der die Ausrüstung des Freien Athener Radios 98 FM beschlagnahmt wurde. Das als Folge der Militärdiktatur eingeführte Universitäts-Asyl wurde im Kampf gegen die sozialen Proteste bereits 2011 abgeschafft. Noch wütender sind wir über die Räumung der sozialen Zentren, der Villa Amalias (besetzt seit 22 Jahren) und dem Lelas Karagianni 37!

Deshalb haben wir, ungefähr 20 Menschen, uns am Samstag (den 09.02.13) im Zuge des „schwarzen Februars“ zu einer spontanen Demonstration in Darmstadt getroffen. Wir nehmen uns das Recht, wo und wie wir wollen zu demonstrieren. Wir sehen es nicht ein, diesen Staat, der massiv für das Spardiktat in Griechenland verantwortlich ist, um Erlaubnis zu fragen unsere Meinung zu äußern. Mit dieser Demo drücken wir unsere Solidarität mit unseren Genoss_innen in Griechenland aus! Für eine freie Welt abseits von Staat, Nation, Kapital, Faschisten und voller autonomer Zentren!


Griechisch Version und mehr Bilder:
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There is no alternative – Kapitalismus überwinden!

Aufruf zur antikapitalistischen Demo am 22. Dezember 2012 um 15 Uhr in Mannheim HBF
Zugtreffpunkt aus Darmstadt: 13.15 am Hbf!

There is no alternative – Kapitalismus überwinden!

Seit über 4 Jahren befindet sich die Weltwirtschaft in der schwersten Krise seit langem. Einhergehend mit einer massenhaften Verelendung, Arbeitslosigkeit und allgemeinen Verschärfung der Lebensbedingungen, spitzt sich diese auch in Europa – vor allem in Griechenland, Spanien und Portugal – immer weiter zu. Immer neue, schärfere und größere Sparprogramme und Rettungspakete sollen den Kapitalismus vor dem Zusammenbruch bewahren.

Das Drohszenario der Kredit- und Schuldenkrise dient der aus Europäischer Kommission, IWF und EZB bestehenden Troika zur Legitimation eines angeblich alternativlosen Spardiktats. Diese verordnete Sparsamkeit führt dazu, dass die „Sparsünder“ geradezu kaputtgespart werden. Die Folge sind massivste Einschnitte in Gesundheits- und Sozialsysteme, die die Menschen in Ländern wie Portugal, Italien, Griechenland und Spanien oftmals an den Rand ihrer Existenz drängen. Während in diesen Ländern immer wieder Widerstand in Form von Streiks und Massenprotesten gegen das EU-Krisenregime aufkommt, sieht die derzeitige Lage im „Exportweltmeisterland“ Deutschland, das bisher als Gewinner aus der Krise hervorgeht, ganz anders aus:

Die gegenüber anderen EU-Ländern aggressive Krisenpolitik der Bundesregierung ruht auf einer soliden Basis aus Gewerkschaften, die dem Standort Deutschland sozialpartnerschaftlich verbunden bleiben, einer Opposition, die sich herzergreifend um den „deutschen Steuerzahler“ sorgt, sowie nationalistischen Ressentiments in weiten Kreisen der Bevölkerung. Chauvinistische Parolen und Pauschalisierungen, wie bspw. die “griechische Regierung müsste endlich mal ‘ihre Hausaufgaben machen’” (Westerwelle) oder das Bild des „faulen Griechen“ (Bild-Zeitung), stoßen in weiten Teilen der deutschen Öffentlichkeit auf Zustimmung.

Zwar beteiligten sich hierzulande im vergangenen Jahr mehrere Tausend Menschen an antikapitalistischen Protesten wie dem europaweiten M31-Aktionstag oder auch Blockupy, doch von einem breiten Widerstand gegen das EU-Krisenregime in Deutschland kann bisher keine Rede sein. Während von der einen Seite nationalistische Stammtischparolen zu hören sind, beklagt man sich in linksliberalen Kreisen über die entfesselten Märkte und sehnt sich nach einem „gezähmten“ Kapitalismus. Mit Tobin-Steuer, Bankenverstaatlichung und einem soliden Sozialstaat soll der scheinbar vom rechten Wege abgekommene „Finanzmarktkapitalismus“ wieder in eine „produktive“, „schaffende“ soziale Marktwirtschaft überführt werden, von der angeblich alle profitieren würden.

Eine solche Kritik läuft Gefahr, letztlich mit moralischen Schuldzuweisungen Ressentiments zu bedienen. Verursacht wurde die aktuelle Krise jedoch nicht von spekulierenden Banken, Manager*innen oder den „Sozialschmarotzern“. Sie ist vielmehr ein immer wieder – mal mehr, mal weniger regelmäßig – auftretender fester Bestandteil des Kapitalismus.

Der Kapitalismus ist die einzige Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, in der der Überfluss an Gütern ein Problem darstellt. Unverkäufliche Güter können zum Ruin ihrer Besitzer*innen führen und schlussendlich zu einer Überproduktionskrise. Gleichzeitig gibt es aber auch Menschen, denen es am Nötigsten fehlt und die nicht in der Lage sind, das einzige worüber sie verfügen – ihre Arbeitskraft – zu verkaufen.

Dies führt zu der absurden Situation, dass Lebensmittel, welche nicht verkauft werden können, auf der Müllhalde landen, während andernorts Menschen Hunger leiden. Oder dass zum Beispiel in Spanien neue Häuser gebaut wurden, die nun leer stehen, da sie sich niemand leisten kann; gleichzeitig steigt die Zahl obdachloser Menschen an.

Die Produktivkräfte (sprich, die Maschinen zur Produktion von Gütern) waren in der Menschheitsgeschichte noch nie so weit entwickelt wie heute. Es wäre durchaus möglich, in einer Welt, die weder Hunger und Krieg noch Leid oder andere existentielle Ängste kennt, zu leben. Dazu wäre es nur notwendig, die Produktion der Güter bedürfnisorientiert und vernünftig in die eigenen Hände zu nehmen. Der Kapitalismus ist aber weder das Eine noch das Andere, sondern Willkürherrschaft der Warenproduktion. Im Kapitalismus zählt nur die Verwertung des Wertes, sprich das Erwirtschaften von Profit, um diesen sogleich wieder zu reinvestieren, aber nie die Bedürfnisse aller Menschen.

Anstelle dieses kapitalistischen Überlebenskampfes und dem aus ihm erwachsenen Krisennationalismus setzen wir uns für eine antinationale Solidarität zwischen allen Menschen ein, die unter den Lasten des kapitalistischen Alltagswahnsinns leiden. Alternativlos für ein Ende des alltäglichen Elends sind für uns nicht Spardiktate oder Haushaltskonsolidierungen sondern einzig „Die Überwindung aller Verhältnisse, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“ (Marx).

Wir setzen uns ein für eine Welt, in der die Menschen ihr Zusammenleben nicht mehr nach den Zwecken von Konkurrenz und Verwertung in nationalstaatlichen Grenzen ausrichten, sondern selbstbestimmt und solidarisch in freier Vereinbarung zusammenleben. Wir wollen darum keinen „besseren“, vermeintlich „sozialeren“ Kapitalismus, sondern gar keinen!

Wir sind uns bewusst, dass ein Umsturz der Verhältnisse in Europa und erst recht in Deutschland derzeit alles andere als greifbar scheint. Trotzdem, und gerade deswegen, wollen wir unsere Kritik am Bestehenden am 22. Dezember 2012 in Mannheim auf die Straße tragen und das EU-Krisenregime sowie den kapitalistischen Alltag zumindest punktuell delegitimieren.

Denn es gibt keine Alternative: Kapitalismus überwinden!
Für eine solidarische, herrschaftsfreie Gesellschaft!

Antikapitalistische Demo | 22. Dezember 2012 | 15 Uhr | Mannheim HBF
Zugtreffpunkt aus Darmstadt: 13.15 am Hbf!

Mehr Infos gibt es auch hier: Es ist das System

Vortragsreihe: Das Problem heißt Rassismus

Elektroschocktherpaie

Wir laden herzlichst zur Therapiesitzung!
Also kommt ihr Elektro&Minimal Wahnsinnigen und erfreut euch an einer betörenden Nacht mit uns in der Oetinger Villa!

Beginn: 22.00 Uhr
Eintritt: 4 €, über Solispenden freuen wir uns :)
Die Einnahmen dienen unseren Aktionen und bei Bedarf auch für Repressionskosten.

Anwesende Doktoren:

Sam Cox
Klangreiter
Domi&Jan alias „J.D“
St4rScr3am

Wir freuen uns auf euch und bringt eure Freund_innen mit :)

elektroschockflyer

War starts here – Infoveranstaltung

Am 11. Juni präsentieren wir euch eine Infoveranstaltung in der Oetinger Villa zu dem War starts here Camp.
Los geht es um 20.00 Uhr, ab 19.00 findet die Vokü statt.
Zuerst wird ein kurzer Film gezeigt, danach gibt es in einem Vortrag mehr Infos zum Thema & Camp. Anschließend wird es noch Möglichkeiten zur Diskussion geben.

Internationales Camp am GefechtsÜbungsZentrum Altmark vom 12. bis zum 17. September 2012.

Auf dem GÜZ, einem 233 qkm großen Gelände zwischen Magdeburg und Salzwedel, üben alle Bundeswehr- und KFor-Einheiten, die nach einem 14-tägigen Training direkt zu Auslandseinsätzen nach Afghanistan oder in den Kosovo geschickt werden.

Terrorismusbekämpfung, Riot-Control, Boden-Gefechtsübungen, etc. werden in nachgebauten Dörfern mit nachgestellten Szenen und Schauspielern simuliert und trainiert. In diesem Jahr soll mit dem Ausbau einer Übungsstadt begonnen werden, die mit ca. 500 Häusern, Slums, Industriegebieten, U-Bahn-Tunneln, etc. der optimalen Vorbereitung auf die urbane Aufstandsbekämpfung dient. Die militärische Begründung dazu, Konflikte werden sich zukünftig in Städten abspielen.

Das GÜZ steht als private Dienstleistung von Rheinmetall und Co. auch den gesamten NATO-Staaten und European Gendarmerie Forces zur Verfügung. Am GÜZ manifestieren sich für uns die zukünftigen neokolonialen Strategien der NATO für neue Rohstoff- und Nahrungsmittelabsicherung für den Norden, Angriffskriege, Bekämpfung von Unruhen, Aufständen und Migrationen als Folge von Armut, Klimakatastrophen, etc., die vernetzte Sicherheit und die zivil-militärische Zusammenarbeit.

Wir wollen auf diesem Camp Aktivist_innen aus verschiedenen Strömungen und verschiedenen Ländern zusammenbringen, denn wir brauchen ein gemeinsames Verständnis der aktuellen Situation von der an Tempo zulegenden Militarisierung der Gesellschaften. Um tatsächlich effektiven Widerstand im-und-gegen-und-über-den-Krieg-hinaus aufzubauen, gilt es in Wort und Tat zu begreifen, womit wir es bei den „neuen“ Kriegen zu tun haben. Wie breitet sich die Logik des Krieges derzeit aus, wer arbeitet daran auf welchen Ebenen und mit welchen Zielen? Klar ist: hinter den Kulissen wird daran gearbeitet und zwar fieberhaft.

Mehr Infos zu dem Camp gibt es hier.