Archiv der Kategorie 'News & Infos'

Darmstadt: Fahrzeuge der Bundeswehr bemalt

via Linksunten

Deutschland führt Krieg und die Bundeswehr ist alles andere als ein „Teil der Friedensbewegung“, wie Kriegsminister Thomas de Maizière der Bevölkerung weismachen will. Tatsächlich kämpft sie nicht für Frieden und Demokratie, sondern für wirtschaftliche Interessen und freie Handelswege.

Besonders im Inland versucht die Bundeswehr, ihre Kriegseinsätze als notwendige Missionen zu verkaufen, die ja gar nicht so schlimm seien. Damit soll die Armee gesellschaftliche Akzeptanz und Reputation erlangen. Das die Bundeswehr aber sehr teuer ist (das Geld für Waffensysteme könnte an vielen Stellen so viel sinnvoller verwendet werden) und das Krieg aber vor allem den Tot von Zivilisten fordert, wird dabei gerne Vergessen.

Auch der geplante Einsatz der sogenannten „Killerdrohnen“ treibt diese Entwicklung fort. Um die Bundeswehr und den Krieg in einem guten Licht erscheinen zu lassen und neues Kanonenfutter fürs Vaterland zu werben, betreibt die Bundeswehr vermehrt öffentliche Auftritte, z.B. in Arbeitsagenturen, auf Ausbildungsmessen oder in Schulen. Sogar in Jugendzeitschriften wie der BRAVO wird für die Bundeswehr Propaganda betrieben. Dort wird das Bundeswehr Camp beworben, in denen das Militär als actionreiche, aufregende und normale Karriereoption dargestellt wird.

Doch was die Bundeswehr kann, können wir schon lange. Deshalb wurden in einer der letzten Nächte mehrere Fahrzeuge eines Bundeswehrtransports verschönert. Nun fahren sie Fahrzeuge durch die Gegend, die (gut lesbar) mit antimilitaristischen Parolen verziert wurden.







There is no alternative – Kapitalismus überwinden!

Aufruf zur antikapitalistischen Demo am 22. Dezember 2012 um 15 Uhr in Mannheim HBF
Zugtreffpunkt aus Darmstadt: 13.15 am Hbf!

There is no alternative – Kapitalismus überwinden!

Seit über 4 Jahren befindet sich die Weltwirtschaft in der schwersten Krise seit langem. Einhergehend mit einer massenhaften Verelendung, Arbeitslosigkeit und allgemeinen Verschärfung der Lebensbedingungen, spitzt sich diese auch in Europa – vor allem in Griechenland, Spanien und Portugal – immer weiter zu. Immer neue, schärfere und größere Sparprogramme und Rettungspakete sollen den Kapitalismus vor dem Zusammenbruch bewahren.

Das Drohszenario der Kredit- und Schuldenkrise dient der aus Europäischer Kommission, IWF und EZB bestehenden Troika zur Legitimation eines angeblich alternativlosen Spardiktats. Diese verordnete Sparsamkeit führt dazu, dass die „Sparsünder“ geradezu kaputtgespart werden. Die Folge sind massivste Einschnitte in Gesundheits- und Sozialsysteme, die die Menschen in Ländern wie Portugal, Italien, Griechenland und Spanien oftmals an den Rand ihrer Existenz drängen. Während in diesen Ländern immer wieder Widerstand in Form von Streiks und Massenprotesten gegen das EU-Krisenregime aufkommt, sieht die derzeitige Lage im „Exportweltmeisterland“ Deutschland, das bisher als Gewinner aus der Krise hervorgeht, ganz anders aus:

Die gegenüber anderen EU-Ländern aggressive Krisenpolitik der Bundesregierung ruht auf einer soliden Basis aus Gewerkschaften, die dem Standort Deutschland sozialpartnerschaftlich verbunden bleiben, einer Opposition, die sich herzergreifend um den „deutschen Steuerzahler“ sorgt, sowie nationalistischen Ressentiments in weiten Kreisen der Bevölkerung. Chauvinistische Parolen und Pauschalisierungen, wie bspw. die “griechische Regierung müsste endlich mal ‘ihre Hausaufgaben machen’” (Westerwelle) oder das Bild des „faulen Griechen“ (Bild-Zeitung), stoßen in weiten Teilen der deutschen Öffentlichkeit auf Zustimmung.

Zwar beteiligten sich hierzulande im vergangenen Jahr mehrere Tausend Menschen an antikapitalistischen Protesten wie dem europaweiten M31-Aktionstag oder auch Blockupy, doch von einem breiten Widerstand gegen das EU-Krisenregime in Deutschland kann bisher keine Rede sein. Während von der einen Seite nationalistische Stammtischparolen zu hören sind, beklagt man sich in linksliberalen Kreisen über die entfesselten Märkte und sehnt sich nach einem „gezähmten“ Kapitalismus. Mit Tobin-Steuer, Bankenverstaatlichung und einem soliden Sozialstaat soll der scheinbar vom rechten Wege abgekommene „Finanzmarktkapitalismus“ wieder in eine „produktive“, „schaffende“ soziale Marktwirtschaft überführt werden, von der angeblich alle profitieren würden.

Eine solche Kritik läuft Gefahr, letztlich mit moralischen Schuldzuweisungen Ressentiments zu bedienen. Verursacht wurde die aktuelle Krise jedoch nicht von spekulierenden Banken, Manager*innen oder den „Sozialschmarotzern“. Sie ist vielmehr ein immer wieder – mal mehr, mal weniger regelmäßig – auftretender fester Bestandteil des Kapitalismus.

Der Kapitalismus ist die einzige Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, in der der Überfluss an Gütern ein Problem darstellt. Unverkäufliche Güter können zum Ruin ihrer Besitzer*innen führen und schlussendlich zu einer Überproduktionskrise. Gleichzeitig gibt es aber auch Menschen, denen es am Nötigsten fehlt und die nicht in der Lage sind, das einzige worüber sie verfügen – ihre Arbeitskraft – zu verkaufen.

Dies führt zu der absurden Situation, dass Lebensmittel, welche nicht verkauft werden können, auf der Müllhalde landen, während andernorts Menschen Hunger leiden. Oder dass zum Beispiel in Spanien neue Häuser gebaut wurden, die nun leer stehen, da sie sich niemand leisten kann; gleichzeitig steigt die Zahl obdachloser Menschen an.

Die Produktivkräfte (sprich, die Maschinen zur Produktion von Gütern) waren in der Menschheitsgeschichte noch nie so weit entwickelt wie heute. Es wäre durchaus möglich, in einer Welt, die weder Hunger und Krieg noch Leid oder andere existentielle Ängste kennt, zu leben. Dazu wäre es nur notwendig, die Produktion der Güter bedürfnisorientiert und vernünftig in die eigenen Hände zu nehmen. Der Kapitalismus ist aber weder das Eine noch das Andere, sondern Willkürherrschaft der Warenproduktion. Im Kapitalismus zählt nur die Verwertung des Wertes, sprich das Erwirtschaften von Profit, um diesen sogleich wieder zu reinvestieren, aber nie die Bedürfnisse aller Menschen.

Anstelle dieses kapitalistischen Überlebenskampfes und dem aus ihm erwachsenen Krisennationalismus setzen wir uns für eine antinationale Solidarität zwischen allen Menschen ein, die unter den Lasten des kapitalistischen Alltagswahnsinns leiden. Alternativlos für ein Ende des alltäglichen Elends sind für uns nicht Spardiktate oder Haushaltskonsolidierungen sondern einzig „Die Überwindung aller Verhältnisse, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“ (Marx).

Wir setzen uns ein für eine Welt, in der die Menschen ihr Zusammenleben nicht mehr nach den Zwecken von Konkurrenz und Verwertung in nationalstaatlichen Grenzen ausrichten, sondern selbstbestimmt und solidarisch in freier Vereinbarung zusammenleben. Wir wollen darum keinen „besseren“, vermeintlich „sozialeren“ Kapitalismus, sondern gar keinen!

Wir sind uns bewusst, dass ein Umsturz der Verhältnisse in Europa und erst recht in Deutschland derzeit alles andere als greifbar scheint. Trotzdem, und gerade deswegen, wollen wir unsere Kritik am Bestehenden am 22. Dezember 2012 in Mannheim auf die Straße tragen und das EU-Krisenregime sowie den kapitalistischen Alltag zumindest punktuell delegitimieren.

Denn es gibt keine Alternative: Kapitalismus überwinden!
Für eine solidarische, herrschaftsfreie Gesellschaft!

Antikapitalistische Demo | 22. Dezember 2012 | 15 Uhr | Mannheim HBF
Zugtreffpunkt aus Darmstadt: 13.15 am Hbf!

Mehr Infos gibt es auch hier: Es ist das System

Infoladen Darmstadt

Am 19.03.11 hatte der Infoladen_Darmstadt das erste Mal während des Angeschimmelt Youth Crew Festival seine Pforten geöffnet.
Infoladen

In Zukunft werdet ihr uns öfters auf Konzerten und Veranstaltungen treffen.
Unser Sortiment enthält neben Buttons und Aufnähern vor allem anarchistische und andere linke Broschüren, Zeitschriften und Bücher.

Wenn ihr neugierig seid und mitarbeiten wollt, kommt zu einem unserer offenen Treffen. Die Termine erfahrt ihr auf dem Blog (wird noch etwas überarbeitet).
Wir freuen uns auf euren Besuch!

GALIDA Prozess

GALIDA Prozess in Darmstadt vom 21.03.2011

Wie sich wohl noch die meisten erinnern können, wetterte Guido Westerwelle im Frühjahr 2010 mit dem Satz „Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein“ gegen Arbeitslose. Davon angespornt, besuchten Aktivist_innen der „Gewerkschaftlichen Arbeitsloseninitiative Darmstadt“ (kurz GALIDA) als Römer verkleidet am 3. März 2010 die Geschäftsstelle der FDP in Darmstadt, um dort ein Gelage zu feiern. Unter dem Motto „Omnia omnibus ubique“ (was übersetzt „Alle Dinge für alle Menschen überall“ bedeutet) besuchten sie, mit Champagner und Hühnchenbrust bewaffnet, die Geschäftsstelle, um sowohl auf, als auch unter den Tischen zu feiern. Echt spätrömische Dekadenz eben. Wie zu erwarten war, waren die FDPler davon weniger begeistert und riefen die Polizei, um dem frohen Treiben in ihren Hallen ein baldiges Ende zu setzen. Dies geschah dann auch, wie es geschehen musste, allerdings war das noch lange nicht alles, was die Menschen der FDP zu bieten hatten und so wurden Anzeigen gegen die Aktivist_innen der GALIDA gestellt. Anzeigesteller und auch vorgeladener Zeuge im späteren Prozess, war Leif Blum, was insofern wichtig und auf lächerliche Art und Weise witzig ist, da Leif Blum am besagten Tag des Besuchs noch nicht einmal in der Geschäftsstelle anwesend war. Der Prozess wegen Hausfriedensbruch folgte über ein Jahr später, am 21.03.2011. Ab 9 Uhr mobilisierte die GALIDA zu einer Protestkundgebung gegen diese komödienhafte Verhandlung. Es waren über 50 Leute anwesend, darunter Leute der Partei „Die Linke“, Ver.di, Presseleute und einige Sympathisanten. Es wurden Solidaritätsbekundungen verlesen, darunter die Mitteilung österreichischer Sympathisanten, die, orange bemützt, vor der deutschen Botschaft eine Orgie nach deutsch-römischen Vorbild hielten. Desweiteren gab es prominente Gesandte aus dem weit entfernten Gallien, denn Asterix, Obelix und Miraculix kamen um ihren Protest mit einem, in der Historie noch nie dagewesenen, gallisch-römischen Bündnis kundzutun. Zur allgemeinen Stärkung und unter dem Motto „Sacrilegia minuta puniuntur, magna in triumphis feruntur“ (was, wahrscheinlich etwas zu frei übersetzt, so viel bedeutet wie: „Die Kleinen werden bestraft, die Großen lässt man gehen“) wurde der berühmte Zaubertrank ausgeschenkt. Mit dieser Stärkung, ging es dann gegen 10 Uhr in Saal 3 des Darmstädter Gerichtes (aufgrund des großen Besucher-/GALIDA-Sympathisanten Andrangs wurde die Verhandlung in den größten Raum verlegt), in dem schon nach kurzer Zeit kein Platz mehr zu finden war und somit viele Interessierte gar nicht erst in den Verhandlungssaal kamen. Zur Verhandlung an sich ist nicht viel zu sagen, allerdings ist es witzig, beziehungsweise interessant, dass der FDP-Geschäftsführer Günter Hartel, der als einziger vorgeladener Zeuge bei besagtem Besuch überhaupt anwesend war, unentschuldigt nicht zum Prozess erschienen ist. Auch Leif Blum konnte ihn nicht auftreiben und so wurde er zu einem Ordnungsgeld von 150€, sowie den Kosten für den zweiten Verhandlungstag verurteilt. Der Richter bot an, dass der Prozess beendet sei, sofern die FDP den Strafantrag zurückziehe. Dies lehnte Leif Blum allerdings „aus grundsätzlich rechtsstaatlichen Erwägungen“ ab und so endete der erste Verhandlungstag ergebnislos (die einzige Folge dieser lächerlichen Aktion, wird weiterer Stimmenverlust der FDP sein). Es bleibt also interessant, wie dieser Prozess endet. Dieser Bericht wird nach dem zweiten Verhandlungstag, der am 4. April sein wird, fortgesetzt.

Bleibt zu sagen

Omnia omnibus ubique – für die soziale Revolution!

Von Jakarta bis Johannesburg – Anarchie weltweit

Am Monatg, den 15.11.2010 findet nach der VoKü (19.00 Uhr) die Infoveranstaltung „Von Jakarta bis Johannesburg – Anarchie weltweit“ in der Oetinger Villa statt.

So wie der Anarchismus den Nationalstaat und seine Grenzen als Werkzeuge der Herrschaft ablehnt, so ist auch die anarchistische Bewegung eine weltweite und grenzenlose. „Von Jakarta bis Johannesburg – Anarchismus weltweit“ ist eine Sammlung von Interviews, die mit AnarchistInnen aus sechs Kontinenten geführt wurden, um einen Einblick in die gegenwärtige anarchistische Bewegung zu bieten. Erörtert werden die Geschichten lokaler Bewegungen, die Aktivitäten in unterschiedlichen politischen Kontexten sowie die Hoffnungen, die sich an libertäre Ideen knüpfen.

Die Beiträge präsentieren ein globales Netzwerk von AnarchistInnen, die auf der Basis gemeinsamer Ideale spezifische Schwerpunkte setzen, Taktiken entwickeln und Perspektiven formulieren, je nach historischen Voraussetzungen und realpolitischen Gegebenheiten. Das Buch fängt die Vielfalt und Vitalität ein, welche die anarchistische Bewegung seit jeher auszeichnen, und hofft damit, einen Beitrag zur Weiterentwicklung anarchistischer Theorie und Praxis leisten zu können.

Eine Veranstaltung der Libertären Sozialist_innen Darmstadt (LSD)
Von Jakarta bis Johannesburg - Anarchie weltweit

Räumung der Heidelberger Straße 148

Am Freitag, den 24.09.2010, wurde das seit ca. einem Jahr leerstehende Haus in der Heidelberger Straße 148 besetzt. Nachdem die Besetzer_innen bei der Besetzung Mitte des Jahres (Neckarstraße 5) das Haus freiwillig verließen, da ihnen Verhandlungen mit der Stadt versprochen wurden (wobei lediglich gesagt wurde, es gäbe keine leerstehende Häuser, die der Stadt gehörten – offensichtlich nicht wahr!) verbarrikadierten sie sich diesmal im Haus, um ihrer Forderung nach einem alternativen Wohn- und Kulturprojekt in Darmstadt Nachdruck zu verleihen.
Daraufhin stellte die Stadt (vertreten durch Jochen Partsch (Grüne) und Dieter Wenzel (SPD)) Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Daraufhin brach die Polizei eine Tür auf und setzte die Besetzer_innen für ca 1 Stunde im Keller des Hauses fest. Danach wurden sie einzeln, mit auf den Rücken gefesselten Händen, abgeführt und ins Polizeipräsidium zwecks Identifikation gebracht. Die spontane Solidaritätskundgebung, bei der ca 40 Menschen anwesend waren, wurde auf drängen der Polizei aufgelöst. Danach wurde ca. die Hälfte der Teilnehmer wegen Nichteinhaltung von einem Platzverweis (welcher eigentlich nur zur Gefahrenabwehr bestimmt ist, allerdings schon seit langer Zeit von Polizisten unrechtmäßig zur Verteibung unerwünschter Personen genutzt wird) ebenfalls mit aufs Präsidium genommen, wo auch sie fotografiert und ihre Personalien aufgenommen wurden.
Besonders zu kritisieren ist der Unverhältnismäßige harte Einsatz der Polizei, da die Besetzer_innen alle friedlich blieben. So waren fast genauso viele Polizeiwagen wie Besetzer_innen vor Ort, außerdem wurden Polizeihunde ohne Maulkorb eingesetzt. Bei der Durchsuchung der Sachen wurden persönliche Gegenständen von den Polizisten in den Dreck geworfen, auch wurde einigen Gefangen etwas zu trinken , bzw. der Toilettenbesuch verweigert.
Wir von der LSD unterstützen die Forderungen nach einem autonomen Wohn- und Kulturpojekt! Am 16.10.2010 17:00 Uhr findet eine Demo gegen die Räumung statt (siehe Termine). Kommt alle und zeigt eure Solidarität! Weitere Infos auf dem Neckar 5 Blog!

Kein Gott, Kein Staat, Kein Mietvertrag!