Archiv der Kategorie 'News & Infos'

Vortrag und Workshop mit Stutenschisz

22.01.14 im Schlosskeller Darmstadt
Vortrag : Grrrl Zine Workshop
on stage : Stutenschisz

Grrrl Zine Workshop mit Stutenschisz
Das feministische DIY Magazin Stutenschisz stellt sich vor und zeigt euch, was ein Fanzine ist. Lernt etwas über die Entstehungsgeschichte der kleinen Heftlein zum Selbstkostenpreis und bastelt euer eigenes Mini-Zine. Außerdem gibt es Gelegenheit zum Schmökern.
Bringt Bilder & Geschichten mit! “

Einlass: 18:00 – Beginn: 18:30

From Dublin to Athen

Gestern (21.09.2013) versammelten sich über 70 Antifaschist_innen in Dublin auf der O’Connel Street. Tragischer Anlass für diese Gedenk-Kundgebung ist die Ermordung des Antifaschisten und Musikers Pavlos Fyssas (auch bekannt als Killah P).

Der 34- Jährige wurde zusammen mit 3 Freund_innen in der Nacht vom 17.09 auf 18.09 zuerst von a. 15-20 Nazis gejagt, bis es diesen gelang, der Gruppe den Weg abzuschneiden. Anschließend traf ein weiterer Nazi ein, der Pavlos mit einem Messer jeweils einmal in den Bauch sowie in das Herz stach. Aufgrund dieser Verletzungen starb Pavlos im Krankenhaus. Die umstehende Polizei griff erst ein, nachdem fast alle Nazis fliehen konnten. Der Mörder, der Mitglied der Neonazistischen Partei „Die Goldene Morgenröte“ ist, wurde verhaftet. Mehr Informationen zu dem Fall gibt es auf linksunten.

In Dublin versammelte sich nach einem spontanen Aufruf der AFA Ireland (AntiFacist Action) über 70 Menschen. Mithilfe von Bannern und selbst gedruckten Bildern wurde auf den Fall aufmerksam gemacht und an Pavlos Fyssas erinnert.

Wut im Bauch, Trauer im Herzen – Kein Vergeben, kein Vergessen

Yesterday (21.09.2013) about 70 antifacists gathered in Dublin at O‘Connel Street to remember of Pavlos Fyssas. The 34 years old greek antifacist and musician (known as Killah P) was murdered by a member of the greek nazi party „Golden Dawn“. Pavlos and his friends were pursued by 15-20 nazis, which could stop then. Then another nazi showed up and stabbed Pavlos 2 times. The police only arrested the murderer, the other nazis were able to escape.
The irish antifacist had banners and selfmade signs to call attention to the case and to rember Pavlos.

Wie der Wahlschein einen Anschein von Souveränität heuchelt

Wieder ist Wahl und wieder werden alle Bürgerinnen und Bürger dazu
angehalten ihre Stimme abzugeben. Richtig ABZUGEBEN nicht zu NUTZEN!
Die ASJ-LSD ruft dazu auf nicht reflexartig ins Wahllokal zu rennen, sondern sich ernsthaft mit den Alternativen zur repressiven Demokratie und ihrem Bruder, dem Kapitalismus,auseinander zu setzen und diese gemeinsam in Schule, Uni, Arbeit und zu Hause umzusetzen.

Wir kritisieren keine einzelnen Parteien, da das gesamte System mit uns spielt.

Die Parteien selbst verwenden gerade im Wahlkampf enorm viel Energie darin, andere Parteien zu kritisieren. In vielen Fällen zu Recht, jedoch würden wir gar nicht mehr fertig werden, wenn wir jetzt auch damit anfangen würden. Abgesehen von vielen mehr oder weniger direkt abzulehnende Beschlüsse und Reformen, wie Entscheidungen zur Kriegsführung, die Hartz IV Gesetzgebung, etc. lehnen wir generell das
StellvertreterInnenprinzip ab.Somit für uns ist die parlamentarische Demokratie keine Option, da einzelene Bedürfnisse keine Berücksichtigung finden und generell die Mehrheit (trotz der vielgelobten „Herrschaft der
Mehrheit“…) unzufrieden mit den Zuständen hier ist.

Ungültig wählen, Stimmzettel aufessen, verbrennen …?

Bei diesen Optionen fragen sich viele Menschen „was bringts?“. Andersrum die Frage: was bringts zu wählen? Ebenso wenig! Besten Falls ändern sich einzelne Gesetze, die ungerechten gesellschaftlichen Strukturen jedoch nie. Keine Partei kann, unter gegeben Umständen, Mittel gegen Armut, Verelendung, Diskriminierung, Ausbeutung (sei es hier oder in krasseren Formen in anderen Teilen der Welt), Überarbeitung bieten. Denn diese Aspekte sind alle grundlegende Bestandteile des kapitalistischen
Systems, und es gibt kein Wahlzettel auf dem man das kapitalistische System abwählen kann; graduelle Veränderungen sind zwar machbar, jedoch keine grundlegenden.

Zurück zum Wahlzettel: wer denkt, mit dem Gang zur Wahlurne eine große politische Aktivität zu äußern, irrt sich. Das ist zwar die Idee, die durch den personalisierten Wahlschein vermittelt werden soll, jedoch verändern sich die eigenen Lebensbedingungen kaum. Wer Hartz IV bekommt, hat vielleicht „Glück“ durch eine Reform mit einem Euro siebenundzwanzig mehr pro Monat in der Tasche „belohnt“ zu werden oder wer als ArbeiterIn auf einmal den Mindestlohn bekommt, fühlt sich bei der Anhebung vom Minimum auf ein bisschen mehr Minimum gut beschenkt und gleich viel weniger ausgebeutet, jedoch bleibt für viele Menschen weiterhin die Angst, die eigene Miete nicht mehr zahlen zu können oder im Krankheitsfall sich nicht genügend um das eigene Kind kümmern zu können.

Bundestagswahl ist alle vier Jahre, das Leben fragt aber jeden Tag, jede Minute nach wichtigen Entscheidungen — und wer kann sie treffen, wenn nicht wir selbst?

Anarchistische Theorien bieten viele alternative Ansätze, wie eine freie Gesellschaftohne eine Parlamentarische Demokratie organisiert werden könnte. So vielfältig die Bewegung mit all ihren Strömungen und Ideen ist, so sind es auch die Lösungsansätze…

Gebe deine Stimme nicht ab, erhebe sie!
Organisier dich!
Erkämpfe ein menschenwürdiges Leben für Alle!

Antifaschistische Demonstration in Biblis

In Biblis haben heute ca. 150 Antifaschist_innen gegen nationalsozialistische und faschistische Strukturen demonstriert. Grund dafür sind die Aktivitäten der „Freien Liste Biblis“, die von dem der NPD nahestehenden Vorsitzenden Hans-Peter Fischer angeführt wird (genauere Informationen zu Fischer und der FLB hier: http://de.indymedia.org/2013/04/343918.shtml). Fischer tritt häufig in Verbindung mit den „Nationalen Sozialisten Ried“ auf, deren Graffitis und Parolen in der ganzen Stadt zu finden sind. Die Präsenz nationalsozialistischer Graffitis ist bezeichnend für die Verhältnisse vor Ort und die Ohnmacht oder Unfähigkeit der Lokalpolitik.
Die Forderungen der Demonstrierenden richteten sich an die Stadt Biblis, ihre „versprochene“ Politik in die Tat umzusetzen und rechte Strukturen zu benennen und zu bekämpfen. Unter dem Motto „Es gibt kein ruhiges Hinterland“ wurden die Menschen vor Ort aufgefordert und ermutigt sich aktiv einzubringen, um fremdenfeindliche und menschenverachtende Politik zu unterbinden und ein aufgeschlossenes Miteinander zu ermöglichen.
Dass es nötig ist, sich gegen die schon längst bestehenden Strukturen zu wehren, haben immer wieder an der Demonstration auftauchende Neonazis bewiesen. Diese versuchten die Demonstrant_innen zu fotografieren. Die so genannte „Anti-Antifa Arbeit“ dient dazu, die politischen Gegner der Neonazis zu identifizieren. Es gab schon öfters Fälle, in denen die Namen (vermeintlicher) Antifaschist_innen im Internet auf Neonazi Seiten veröfftlicht wurden. Betroffene Personen wurden anschließend bedroht oder es gab Anschläge auf deren Wohnungen.
Deutlich zu kritisieren ist auch das Verhalten der Polizei. Taschenkontrollen im vorgefallenen Ausmaß sind nichts weiter, als Schikane und die Konfiszierung generell erlaubter Gegenstände, bloße Repressalien. Der Einsatz von Beamten in Zivil wirft außerdem die Frage auf, ob die Polizei eine antirassistische Veranstaltung gefährlicher Einstuft als bekennende Neonazis.
Festzuhalten bleibt, dass es antifaschistischen Engagements bedarf, um die in der Bevölkerung verankerten rassistischen Überzeugungen aufzubrechen und zu überwinden.
Wir hoffen, diese Demonstration hat einen weiteren Anstoß dazu gegeben und als Weckruf für die letharge Lokalpolitik gedient. Faschismus und rassistische Ideologie muss in allen Bereichen des Lebens bekämpft werden.

Darmstadt: Fahrzeuge der Bundeswehr bemalt

via Linksunten

Deutschland führt Krieg und die Bundeswehr ist alles andere als ein „Teil der Friedensbewegung“, wie Kriegsminister Thomas de Maizière der Bevölkerung weismachen will. Tatsächlich kämpft sie nicht für Frieden und Demokratie, sondern für wirtschaftliche Interessen und freie Handelswege.

Besonders im Inland versucht die Bundeswehr, ihre Kriegseinsätze als notwendige Missionen zu verkaufen, die ja gar nicht so schlimm seien. Damit soll die Armee gesellschaftliche Akzeptanz und Reputation erlangen. Das die Bundeswehr aber sehr teuer ist (das Geld für Waffensysteme könnte an vielen Stellen so viel sinnvoller verwendet werden) und das Krieg aber vor allem den Tot von Zivilisten fordert, wird dabei gerne Vergessen.

Auch der geplante Einsatz der sogenannten „Killerdrohnen“ treibt diese Entwicklung fort. Um die Bundeswehr und den Krieg in einem guten Licht erscheinen zu lassen und neues Kanonenfutter fürs Vaterland zu werben, betreibt die Bundeswehr vermehrt öffentliche Auftritte, z.B. in Arbeitsagenturen, auf Ausbildungsmessen oder in Schulen. Sogar in Jugendzeitschriften wie der BRAVO wird für die Bundeswehr Propaganda betrieben. Dort wird das Bundeswehr Camp beworben, in denen das Militär als actionreiche, aufregende und normale Karriereoption dargestellt wird.

Doch was die Bundeswehr kann, können wir schon lange. Deshalb wurden in einer der letzten Nächte mehrere Fahrzeuge eines Bundeswehrtransports verschönert. Nun fahren sie Fahrzeuge durch die Gegend, die (gut lesbar) mit antimilitaristischen Parolen verziert wurden.







There is no alternative – Kapitalismus überwinden!

Aufruf zur antikapitalistischen Demo am 22. Dezember 2012 um 15 Uhr in Mannheim HBF
Zugtreffpunkt aus Darmstadt: 13.15 am Hbf!

There is no alternative – Kapitalismus überwinden!

Seit über 4 Jahren befindet sich die Weltwirtschaft in der schwersten Krise seit langem. Einhergehend mit einer massenhaften Verelendung, Arbeitslosigkeit und allgemeinen Verschärfung der Lebensbedingungen, spitzt sich diese auch in Europa – vor allem in Griechenland, Spanien und Portugal – immer weiter zu. Immer neue, schärfere und größere Sparprogramme und Rettungspakete sollen den Kapitalismus vor dem Zusammenbruch bewahren.

Das Drohszenario der Kredit- und Schuldenkrise dient der aus Europäischer Kommission, IWF und EZB bestehenden Troika zur Legitimation eines angeblich alternativlosen Spardiktats. Diese verordnete Sparsamkeit führt dazu, dass die „Sparsünder“ geradezu kaputtgespart werden. Die Folge sind massivste Einschnitte in Gesundheits- und Sozialsysteme, die die Menschen in Ländern wie Portugal, Italien, Griechenland und Spanien oftmals an den Rand ihrer Existenz drängen. Während in diesen Ländern immer wieder Widerstand in Form von Streiks und Massenprotesten gegen das EU-Krisenregime aufkommt, sieht die derzeitige Lage im „Exportweltmeisterland“ Deutschland, das bisher als Gewinner aus der Krise hervorgeht, ganz anders aus:

Die gegenüber anderen EU-Ländern aggressive Krisenpolitik der Bundesregierung ruht auf einer soliden Basis aus Gewerkschaften, die dem Standort Deutschland sozialpartnerschaftlich verbunden bleiben, einer Opposition, die sich herzergreifend um den „deutschen Steuerzahler“ sorgt, sowie nationalistischen Ressentiments in weiten Kreisen der Bevölkerung. Chauvinistische Parolen und Pauschalisierungen, wie bspw. die “griechische Regierung müsste endlich mal ‘ihre Hausaufgaben machen’” (Westerwelle) oder das Bild des „faulen Griechen“ (Bild-Zeitung), stoßen in weiten Teilen der deutschen Öffentlichkeit auf Zustimmung.

Zwar beteiligten sich hierzulande im vergangenen Jahr mehrere Tausend Menschen an antikapitalistischen Protesten wie dem europaweiten M31-Aktionstag oder auch Blockupy, doch von einem breiten Widerstand gegen das EU-Krisenregime in Deutschland kann bisher keine Rede sein. Während von der einen Seite nationalistische Stammtischparolen zu hören sind, beklagt man sich in linksliberalen Kreisen über die entfesselten Märkte und sehnt sich nach einem „gezähmten“ Kapitalismus. Mit Tobin-Steuer, Bankenverstaatlichung und einem soliden Sozialstaat soll der scheinbar vom rechten Wege abgekommene „Finanzmarktkapitalismus“ wieder in eine „produktive“, „schaffende“ soziale Marktwirtschaft überführt werden, von der angeblich alle profitieren würden.

Eine solche Kritik läuft Gefahr, letztlich mit moralischen Schuldzuweisungen Ressentiments zu bedienen. Verursacht wurde die aktuelle Krise jedoch nicht von spekulierenden Banken, Manager*innen oder den „Sozialschmarotzern“. Sie ist vielmehr ein immer wieder – mal mehr, mal weniger regelmäßig – auftretender fester Bestandteil des Kapitalismus.

Der Kapitalismus ist die einzige Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, in der der Überfluss an Gütern ein Problem darstellt. Unverkäufliche Güter können zum Ruin ihrer Besitzer*innen führen und schlussendlich zu einer Überproduktionskrise. Gleichzeitig gibt es aber auch Menschen, denen es am Nötigsten fehlt und die nicht in der Lage sind, das einzige worüber sie verfügen – ihre Arbeitskraft – zu verkaufen.

Dies führt zu der absurden Situation, dass Lebensmittel, welche nicht verkauft werden können, auf der Müllhalde landen, während andernorts Menschen Hunger leiden. Oder dass zum Beispiel in Spanien neue Häuser gebaut wurden, die nun leer stehen, da sie sich niemand leisten kann; gleichzeitig steigt die Zahl obdachloser Menschen an.

Die Produktivkräfte (sprich, die Maschinen zur Produktion von Gütern) waren in der Menschheitsgeschichte noch nie so weit entwickelt wie heute. Es wäre durchaus möglich, in einer Welt, die weder Hunger und Krieg noch Leid oder andere existentielle Ängste kennt, zu leben. Dazu wäre es nur notwendig, die Produktion der Güter bedürfnisorientiert und vernünftig in die eigenen Hände zu nehmen. Der Kapitalismus ist aber weder das Eine noch das Andere, sondern Willkürherrschaft der Warenproduktion. Im Kapitalismus zählt nur die Verwertung des Wertes, sprich das Erwirtschaften von Profit, um diesen sogleich wieder zu reinvestieren, aber nie die Bedürfnisse aller Menschen.

Anstelle dieses kapitalistischen Überlebenskampfes und dem aus ihm erwachsenen Krisennationalismus setzen wir uns für eine antinationale Solidarität zwischen allen Menschen ein, die unter den Lasten des kapitalistischen Alltagswahnsinns leiden. Alternativlos für ein Ende des alltäglichen Elends sind für uns nicht Spardiktate oder Haushaltskonsolidierungen sondern einzig „Die Überwindung aller Verhältnisse, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“ (Marx).

Wir setzen uns ein für eine Welt, in der die Menschen ihr Zusammenleben nicht mehr nach den Zwecken von Konkurrenz und Verwertung in nationalstaatlichen Grenzen ausrichten, sondern selbstbestimmt und solidarisch in freier Vereinbarung zusammenleben. Wir wollen darum keinen „besseren“, vermeintlich „sozialeren“ Kapitalismus, sondern gar keinen!

Wir sind uns bewusst, dass ein Umsturz der Verhältnisse in Europa und erst recht in Deutschland derzeit alles andere als greifbar scheint. Trotzdem, und gerade deswegen, wollen wir unsere Kritik am Bestehenden am 22. Dezember 2012 in Mannheim auf die Straße tragen und das EU-Krisenregime sowie den kapitalistischen Alltag zumindest punktuell delegitimieren.

Denn es gibt keine Alternative: Kapitalismus überwinden!
Für eine solidarische, herrschaftsfreie Gesellschaft!

Antikapitalistische Demo | 22. Dezember 2012 | 15 Uhr | Mannheim HBF
Zugtreffpunkt aus Darmstadt: 13.15 am Hbf!

Mehr Infos gibt es auch hier: Es ist das System