Archiv der Kategorie 'Freiräume'

Flora bleibt unverträglich

Am 21.12.2013 findet in Hamburg die bundesweite Demonstration „Flora bleibt unverträglich“ statt.

„Mit einer bundesweiten und internationalen Demonst-
ration am 21. Dezember in Hamburg wollen wir deutlich
machen, dass mit massivem Widerstand zu rechnen ist,
sollte versucht werden, die Rote Flora zu räumen. Inhalt-
liche Schwerpunkte sind die aktuellen Kämpfe um den
Erhalt der Esso-Häuser, das Bleiberecht der Flüchtlinge
und die radikale Kritik an Repression und Gefahrenge-
bieten“.

Zum Aufruf gelangt ihr hier: http://florableibt.blogsport.de/images/flugblattsp.pdf

oder hier: https://linksunten.indymedia.org/de/node/98618

Flora bleibt!

Darmstadt: Solidemo mit Anarchist_innen und Hausbesetzer_innen in Griechenland

Die Lebenssituation vieler Menschen in Griechenland ist dramatisch: Eine hohe Arbeitslosigkeit, massive Sparmaßnahmen, Kürzung der Renten, Zwangsräumungen und die Privatisierung wichtiger Infrastruktur. Das Sozial- sowie Gesundheitssystem ist zusammengebrochen, viele Menschen können sich nichts mehr zu essen kaufen, geschweige denn wichtige Medikamente.

Soziale Zentren, Häuser die lange leer standen, wurden teilweise über 20 Jahre besetzt und stellen in der Krise einen immer wichtigeren Anlaufpunkt für viele Menschen dar. Mithilfe von Umsonstläden, Küchen für alle und teilweise auch Schlafplätzen helfen sich die Menschen gegenseitig. Von den Häusern gingen auch immer wieder Aktionen für eine freie, solidarische Welt aus. Nicht zuletzt stellen diese linken, antiautoritären Strukturen einen Schutzraum gegen alle, die von der faschistischen und offen neonazistischen Partei „Chrysi Avgi“ (Goldene Morgenröte) verfolgt werden. Diese bekam bei der letzten Wahl knapp 7% der Stimmen. Ihre Anhänger_innen attackieren und ermorden Antifaschist_innen, politische Gegner_innen und (vermeintliche) Migrant_innen.

Während der Staat dieses Problem ignoriert, oder, wie oftmals die Polizei, diese Hetzjagden nicht nur zulässt, sondern die Faschisten sogar unterstützt, wird gegen die anarchistische und antifaschistische Bewegung mit äußerster Repression vorgegangen.

Im Dezember gab eine Razzia in der „University of Economics and Business (ASOEE)“ bei der die Ausrüstung des Freien Athener Radios 98 FM beschlagnahmt wurde. Das als Folge der Militärdiktatur eingeführte Universitäts-Asyl wurde im Kampf gegen die sozialen Proteste bereits 2011 abgeschafft. Noch wütender sind wir über die Räumung der sozialen Zentren, der Villa Amalias (besetzt seit 22 Jahren) und dem Lelas Karagianni 37!

Deshalb haben wir, ungefähr 20 Menschen, uns am Samstag (den 09.02.13) im Zuge des „schwarzen Februars“ zu einer spontanen Demonstration in Darmstadt getroffen. Wir nehmen uns das Recht, wo und wie wir wollen zu demonstrieren. Wir sehen es nicht ein, diesen Staat, der massiv für das Spardiktat in Griechenland verantwortlich ist, um Erlaubnis zu fragen unsere Meinung zu äußern. Mit dieser Demo drücken wir unsere Solidarität mit unseren Genoss_innen in Griechenland aus! Für eine freie Welt abseits von Staat, Nation, Kapital, Faschisten und voller autonomer Zentren!


Griechisch Version und mehr Bilder:
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Demo für ein selbstverwaltetes Jugen- und Kulturzentrum

Wir unterstützen das Anliegen des Jukuz Bensheim e.V.
Her mit dem Jugend- und Kulturzentrum
… sofort!

Am 19.03. um 16:00 Uhr veranstalten wir eine Demonstration in Bensheim gegenüber dem Bahnhof auf dem Sparkassenvorplatz.

Am 16.03. findet im Alten Faktoreikeller (ebenfalls Bensheim) eine Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Demo am 19. (s.o.) Es wird einen Inputvortrag über selbstverwaltete Jugendzentren im Saarland geben. Beginn ist um 19:00 Uhr.

Hier der Aufruf für die Demo (&Infoveranstaltung):

Stadt Bensheim

Das Bensheimer Stadtbild ist geprägt von jungen Menschen, die dort wohnen, tagtäglich nach Bensheim pendeln, um eine der vielen weiterführenden Schulen zu besuchen oder dort auch ihre Freizeit verbringen. Doch außer dem sogenannten Juz am Bahnhof gibt es hier wenig offene Treffpunkte für diese über 10000 Schüler_innen. Dieses, von der Stadt verwaltete Juz, ist jedoch auf eine Zielgruppe unter 15 Jahren ausgelegt und bietet darüber hinaus keine Möglichkeit zur Mitgestaltung. Außerdem stellt dieser Raum aufgrund seiner Aufmachung und seines Standorts eine unattraktive Lösung dar, weshalb er auch selten genutzt wird. Diverse Kneipen und schicke Cafés zieren zwar das Stadtbild,doch sind diese oftmals nicht im Rahmen des Budgets der Jugendlichen. Diese Form von Konsumzwang bestimmt die Art und Weise, wie der Nachmittag gestaltet wird.
Partylocation und Jgendforum

Thorsten Herrmann, Bürgermeister der Stadt Bensheim (CDU) und Matthias Schimpf, Stadtrat der Grünen Liste Bensheim, luden zwischen 2007 und 2010 zu verschiedenen Jugendforen ein, bei denen die Bedürfnisse der Bensheimer Jugendlichen zum Ausdruck kommen sollten. Über einen Zeitraum von zwei Jahre hinweg wurde während dieser Treffen über ein Jugendzentrum diskutiert.

Im Laufe der Diskussion wurde von Herrn Schimpf und der »Jungen Union Bensheim« der Vorschlag für eine Partylocation in Bensheim eingebracht. In einer Art städtischen Diskothek sollten Jugendliche gelegentlich feiern dürfen. Um die Kosten für so eine Ort möglichst gering zu halten, sollten keine Pädagog_innen eingestellt, nicht einmal ein pädagogisches Konzept erarbeitet werden. Es ist also nicht verwunderlich, dass dieser verkürzten Vorschlag nach einen halben Jahr aus den Planungen verschwand. Weitere Jugendforen fanden nach dem Scheitern dieser Gespräche aus uns unbekannten Gründen nicht mehr statt.
Dialog als Waffe

Scheinbare Partizipationsmöglichkeiten wie die sogenannten »Jugendforen« werden gerne von Bürgmeister_innen und Stadtverordnet_innen genutzt, um ihre Bürger_innenähe auch für Jugendliche darzustellen. Häufig dienen diese allerdings nicht dazu die Meinungen der Jugendliche in das politische Geschehen der Stadt einzubinden, sondern lediglich als Legitimation für die städtische Jugendpolitik. Der Bürger_innen und der Öffentlichkeit wird auf diese Weise vermittelt, dass es keine Probleme für Jugendliche gibt.

Partizipation von Jugendlichen sollte ernst gemeint sein. Jugendliche brauchen Zeit, Raum und Verantwortung, um ihre Interessen artikulieren zu können. Es ist logisch dass Jugendliche wenige Möglichkeiten haben ihre Wünsche ernsthaft zu äußern, wenn es offensichtlich ist, dass die Stadt eigentlich kein ernsthaftes Interesse an ihren Ansichten und Bedürfnissen hat.
Forderungen

Wir wollen nicht länger hin gehalten werden. Seit über 10 Jahren gibt es kein geeignetes Jugendzentrum in Bensheim. Daher soll schnellst möglich ein Objekt gefunden werden, dass zu einem Jukuz umgebaut wird. Dies soll eine städtische Grundfinanzierung erhalten. Für genauso wichtig erachten wir, dass das Jukuz in Selbstverwaltung organisiert wird. Wir wollen selbst bestimmen wie das Leben in diesen Räumen gestaltet wird.

Wir wollen ein Jugendkulturzentrum, in dem Freizeit ohne Konsumzwang möglich ist. In letzter Konsequenz ist uns wichtig zu betonen, dass der Diskurs um ein Jugendzentrum als bestes Beispiel dafür dienen kann, dass die Bedürfnisse der Jugendlichen in Bensheim täglich untergraben werden. Daher fordern wir, dass wirkliche Partizipationsmöglichkeiten geschaffen werden, in denen Jugendlichen selbstorganisiert ihre Interessen äußern können.

Räumung der Heidelberger Straße 148

Am Freitag, den 24.09.2010, wurde das seit ca. einem Jahr leerstehende Haus in der Heidelberger Straße 148 besetzt. Nachdem die Besetzer_innen bei der Besetzung Mitte des Jahres (Neckarstraße 5) das Haus freiwillig verließen, da ihnen Verhandlungen mit der Stadt versprochen wurden (wobei lediglich gesagt wurde, es gäbe keine leerstehende Häuser, die der Stadt gehörten – offensichtlich nicht wahr!) verbarrikadierten sie sich diesmal im Haus, um ihrer Forderung nach einem alternativen Wohn- und Kulturprojekt in Darmstadt Nachdruck zu verleihen.
Daraufhin stellte die Stadt (vertreten durch Jochen Partsch (Grüne) und Dieter Wenzel (SPD)) Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Daraufhin brach die Polizei eine Tür auf und setzte die Besetzer_innen für ca 1 Stunde im Keller des Hauses fest. Danach wurden sie einzeln, mit auf den Rücken gefesselten Händen, abgeführt und ins Polizeipräsidium zwecks Identifikation gebracht. Die spontane Solidaritätskundgebung, bei der ca 40 Menschen anwesend waren, wurde auf drängen der Polizei aufgelöst. Danach wurde ca. die Hälfte der Teilnehmer wegen Nichteinhaltung von einem Platzverweis (welcher eigentlich nur zur Gefahrenabwehr bestimmt ist, allerdings schon seit langer Zeit von Polizisten unrechtmäßig zur Verteibung unerwünschter Personen genutzt wird) ebenfalls mit aufs Präsidium genommen, wo auch sie fotografiert und ihre Personalien aufgenommen wurden.
Besonders zu kritisieren ist der Unverhältnismäßige harte Einsatz der Polizei, da die Besetzer_innen alle friedlich blieben. So waren fast genauso viele Polizeiwagen wie Besetzer_innen vor Ort, außerdem wurden Polizeihunde ohne Maulkorb eingesetzt. Bei der Durchsuchung der Sachen wurden persönliche Gegenständen von den Polizisten in den Dreck geworfen, auch wurde einigen Gefangen etwas zu trinken , bzw. der Toilettenbesuch verweigert.
Wir von der LSD unterstützen die Forderungen nach einem autonomen Wohn- und Kulturpojekt! Am 16.10.2010 17:00 Uhr findet eine Demo gegen die Räumung statt (siehe Termine). Kommt alle und zeigt eure Solidarität! Weitere Infos auf dem Neckar 5 Blog!

Kein Gott, Kein Staat, Kein Mietvertrag!

Neckar 5 bleibt!

Neckar 5
Wir die FAUDA [Freie Arbeiter_Innen Union Darmstadt], LSD [Libertäre Sozialist_Innen Darmstadt] und die LSG [Libertär-Sozialistische Gruppe Bergstrasse] erklären uns solidarisch mit den Besetzer_Innen der Neckarstraße 5 in Darmstadt. Wir begrüßen die Idee und den Schritt das leerstehende Gebäude aufgrund der großen Wohnungsnot in Darmstadt zu besetzen und somit ein selbstorganisierte Wohnprojekt zu schaffen! (mehr…)