Archiv für Oktober 2013

Spätsommer rassistischer Hetze

Der Spätsommer der rassistischen Hetze begang im Juli in Berlin-Hellersdorf und wurde direkt nach Duisburg-Rheinhausen weitergetragen. Eine Serie teils lebensbedrohlicher folgte:
Am 16. August wurde die Luckenwalder Flüchlingsunterkunft mit einem Brandsatz beworfen. Genau einen Monat später wurde ebenfals in Brandenburg ein Brandanschlag im Premnitz verübt.
Im thüringischen Greiz-Pohlitz marschieren seit Anfang September wöchentlich Rassistinnen und Rassisten mit Fackeln und Geschrei zu dem lokalen Flüchlingsheim.
Im Oktober nimmt die Taktung der Brandanschläge zu. Am 7. Oktober wir in Güstrow (Meck-Pom) ein weiteres Flüchtlingsheim angegriffen.
Zwei Tage später erreichen die Anschläge auch „WestDeutschland“: In Duisburg wird ein von Roma-Familien bewohntes Haus angezündet. In Gmünden (Bayern) brennt es am 17. Oktober und zwei Tage später in Baden-Württemberg.
Zeitgleich zogen in Sachsen 800 Menschen , von der NPD organisiert, zu dem der Schneeberger Flüchtlingsunterkunft.
Vor drei Tagen (21. Oktober) wurde vorerst der letzte Brandanschlag auf ein Roma-Zentrum in Oldenburg verübt.

Wir forden alle auf rassistischer Hetze zu widersprechen und Nazis und „besorgte Bürger“ wo immer sie mit Fackeln und Fähnchen auftauchen, von der Straße zu treten. Bevor auch in Darmstadt und Umgebung Heime brennen.

Schwarze Scharen in Göppingen

In Göppingen sind AntifaschistInnen auf Nazigelände eingedrungen und haben diverse „interessante Dinge“ gefunden.

Auf den Staat und seine Schläger ist im Kampf gegen den Faschismus keinerlei Hilfe zu erwarten. Organisiert euch! Trefft die Nazis wo es weh tut! Auch in Darmstadt und Umgebung nehmen ihre Aktivitäten zu.
Schwarze Scharen 1939

„Die Freiheit“ gibt auf

Die rassistische Kleinstpartei „Die Freiheit“ verkündete am 30. September, dass sie künftig zu Gunsten der bei der Bundestagswahl knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheiterten „Alternative für Deutschland“ auf die Teilnahme an Europa-, Bundes- und Landtagswahlen verzichten werde.
Der Bundesvorsitzende René Stadtkewitz begründete den Schritt damit, dass die „Ziele der AfD“ sich „zu min. 90%“ mit denen der „Freiheit“ decken und dass diese Ziele „von der AfD aufgegriffen und fortgesetzt“ würden.
Das Wahlergebnis der, bei vielen Nazis beliebten, AfD hat die Parteilandschaft des rechten Spektrums erschüttert und bei allen „klassischen Nazi-Parteien“ (NPD, REP, pro… ) zu Teils heftigen Stimmverlusten geführt. Die AfD hat zwar vorläufig einen Aufnahmestop von „Die Freiheit“-Mitgliedern verhängt, könnte aber, wenn weitere Kleinparteien „der Freiheit“ folgen, zu einer starken rechtspopulistischen Einheitspartei werden.
Auch wenn die Fahnen des Packs jetzt blau und harmlos aussehen, gilt es sie ebenso entschlossen zu stoppen wie NPD und freie Kameradschaften. Keine Strukturen für Nazis, weder hier noch sonstwo!