Darmstadt: Fahrzeuge der Bundeswehr bemalt

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Deutschland führt Krieg und die Bundeswehr ist alles andere als ein „Teil der Friedensbewegung“, wie Kriegsminister Thomas de Maizière der Bevölkerung weismachen will. Tatsächlich kämpft sie nicht für Frieden und Demokratie, sondern für wirtschaftliche Interessen und freie Handelswege.

Besonders im Inland versucht die Bundeswehr, ihre Kriegseinsätze als notwendige Missionen zu verkaufen, die ja gar nicht so schlimm seien. Damit soll die Armee gesellschaftliche Akzeptanz und Reputation erlangen. Das die Bundeswehr aber sehr teuer ist (das Geld für Waffensysteme könnte an vielen Stellen so viel sinnvoller verwendet werden) und das Krieg aber vor allem den Tot von Zivilisten fordert, wird dabei gerne Vergessen.

Auch der geplante Einsatz der sogenannten „Killerdrohnen“ treibt diese Entwicklung fort. Um die Bundeswehr und den Krieg in einem guten Licht erscheinen zu lassen und neues Kanonenfutter fürs Vaterland zu werben, betreibt die Bundeswehr vermehrt öffentliche Auftritte, z.B. in Arbeitsagenturen, auf Ausbildungsmessen oder in Schulen. Sogar in Jugendzeitschriften wie der BRAVO wird für die Bundeswehr Propaganda betrieben. Dort wird das Bundeswehr Camp beworben, in denen das Militär als actionreiche, aufregende und normale Karriereoption dargestellt wird.

Doch was die Bundeswehr kann, können wir schon lange. Deshalb wurden in einer der letzten Nächte mehrere Fahrzeuge eines Bundeswehrtransports verschönert. Nun fahren sie Fahrzeuge durch die Gegend, die (gut lesbar) mit antimilitaristischen Parolen verziert wurden.








1 Antwort auf „Darmstadt: Fahrzeuge der Bundeswehr bemalt“


  1. 1 malschauen 12. April 2013 um 20:25 Uhr

    Die Frage stellt sich, inwiefern diese Aktion „mehr“ ist als nur eine Aktion um der Aktion willen. Ich möchte sie nicht schlechtreden, aber doch die Frage aufwerfen, ob das eine ausbaufähige Sache ist, was ich (offensichtlicherweise) nicht glaube. Das Problem ist, dass man aus der Tatsache, dass es heute keine wie auch immer geartete sozialistische und antimilitaristische Organisation und politische Bewegung von größerer Bedeutung gibt, eine Tugend macht: also aus der Not eine Tugend macht !

    Ein Lesetipp, der zwar keine Fragen beantwortet, aber die richtige Fragen stellt und problematisiert wäre: Der Essay „Resignation“ von Theodor W. Adorno

    solidarische Grüße

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